Der September ist vorbei

3. Oktober 2010

Der September ist vorbei als pdf

Und wie er sich gezeigt hat ist schon erstaunlich. Eigentlich gehört der September eher zu den nicht so guten Monaten.  Aber gerade im Dow Jones ist zu erkennen, wie gut er diesmal war. Es gab die beste Entwicklung in einem September seit den 1930er Jahren.

Beim Dax sieht das etwas anders aus, auch wenn hier ebenfalls ein richtig guter Wert erreicht wurde. Ich habe mal die Septemberwerte ab 1991 verglichen. Nach 1997 war der diesjährige September der zweitbeste seit 1991.

1991  -2,64% 1996   4,25% 2001   -16,96% 2006   2,47%
1992  -4,86% 1997   6,00% 2002   -25,42% 2007   2,92%
1993  -1,50% 1998  -7,43% 2003   -6,54% 2008   -9,21%
1994  -9,09% 1999  -2,29% 2004   2,85% 2009   3,98%
1995  -2,29% 2000 -6,17% 2005   4,44% 2010   5,13%

Erkennbar wird hierbei das die Aussage “schlechter Börsenmonat” in den vergangenen Jahren eher unangebracht war. Für diese Bezeichnung spricht aber die Deutlichkeit der Kursverluste wenn der Markt sich im September nach untern orientiert.

Der Mittelwert der vergangenen 20 Jahre beläuft sich auf -3,12%. Der Mittelwert der negativen Jahre ist -7,87% und der der positiven Jahre 4,00%. Das zeigt das der September im Mittel schon eher negativ belastet ist.

Wie reiht sich aber nun der September 2010 in die Historie der letzten 20 Jahre ein?



Dieser Monat gehört also auch insgesamt zu den besten. Er ist kein Ausreißer aber eben sowenig Mittelmaß.

Auch war der September permanent im positiven Bereich. Das hatten wir zuletzt in 2004. Diese beiden September standen jeweils im Dunst einer langen Seitwärtsbewegung im Anschluß an die erste stärkere Erholung nach den krisenbedingten Einbrüchen. Dazu mal eine aktuelle Darstellung aus dem letzten Beitrag. Hier habe ich auch die Seitwärtsbewegungen eingezeichnet. Nun stellt sich die Frage ob wir dieses mal auch wieder nach oben ausbrechen.

Meines Erachtens spricht diesmal wenig für einen neuerlichen Ausbruch nach oben. Die Charttechnik gibt da zwar Hinweise für einen Anstieg aber es lassen sich dort auch negative Dinge herauslesen. Und fundamental scheint die Lage keineswegs so rosig wie man uns derzeit glauben lassen möchte. Die Krise Anfang des Jahrtausend hatte wirtschaftlich weniger Auswirkungen und braucht deutlich weniger Liquiditätsspritzen und Konjunkturprogramme wie die aktuelle Krise. Vergleicht man nun die beiden Krisen kann man zu dem Schluss kommen das die enorme Liquidität weltweit doch mehr Marktmacht ausübt als man sich das vorstellen kann. Doch was kommt „nach der Liquidität“ und vor allem wann ist „nach der Liquidität“? Vorbei scheint die Geldschwemme noch nicht zu sein. Möglicherweise sehen wir deshalb doch einen Ausbruch nach oben.

Warten wir es ab.

Zwei Krisen im Vergleich

21. April 2010

Dann fangen wir gleich mal an.

Am 01.03.2000 erreichten wir Intraday einen Dax-Stand von 8.136 und damit den höchsten Stand für viele Jahre. Nachfolgend ging es infolge des Platzens der Internetblase bis auf 2.188 am 12.03.2003 runter. Das ergab einen Kursverlust von 73,11% innerhalb von 3 Jahren.

Bis zum 13.07.2007 (also über 7 Jahre) brauchte der Dax bis zu einem neuen Hoch (8.151). Aber von da ging es auch wieder gen Süden. Bisheriges Tief sind 3.588 vom 09.03.2009.

Was haben diese beiden Entwicklungen gemeinsam?

Dazu folgendes Bild:  Dax 2000-2007  Dax 2007-heute

 

 

 

 

 

 

 

Es ist deutlich ein Gleichlauf zu erkennen. Dieser erstreckt sich von der ersten großen Abwärtsbewegung bis zur ersten größeren Gegenbewegung.

Ausgehend vom gleichen Startniveau wurde auch die ersten Abwärtsbewegung jeweils im Bereich von ca. 3.550 Punkten beendet und es wurde anschließend eine recht steile Erholung gestartet.

Doch hier hört der Gleichlauf auf. Während die Gegenbewegung in 2002 nach einem Anstieg von 55% zu Ende war, ist Sie aktuell noch nicht zu Ende. Der derzeitige Zwischenstand sind ca. 75%.

Wo sind nun die Unterschiede zu sehen? Das Ende der sogenannten Dot.com-Blase sorgte für Abschreibungen bei den Banken auf Aktien und Beteiligungen. Einen Großteil trugen aber die privaten und institutionellen Investoren. Alles was nur irgendwie nach Internet roch wurde zu überhöhtenPreisen an die Börse gebracht. Zum Schluss ist der Großteil Pleite gegangen und die Anleger blieben auf den Verlusten sitzen.

Sicher stieg die Arbeitslosigkeit an und die Investitionen gingen zurück. Aber die Zinsen wurden gesenkt und Pleitewelle war eine notwendige Bereinigung. Durch den externen Schock am 11.09.2001 und dem anschließenden Feldzug der USA im Irak wurden die Märkte nochmals deutlich nach unten gedrückt. Ausschlaggebend für den stetigen Anstieg waren aber die nun noch deutlicher gesenkten Zinsen. Der Anlagenotstand führte zu einem Boom am US-Immobilienmarkt. Nun kann man wieder trefflich über das Huhn und das Ei diskutieren. Sprich: Gab es erst echte Nachfrage der Häuslebauer und dann kamen die renditehungrigen Anleger mit ihren immobilienbesicherten Wertpapieren oder wurde der ganze Boom von Beginn an durch den Kapitalmarkt befeuert? Das ist eigentlich auch egal. Fakt ist das der Kapitalmarkt in Verbindung mit den niedrigen Zinsen Schuld am Überhitzen des Immobilienmarktes war. Es wurden ja händeringend Häuslebauer gesucht um die große Nachfrage nach Anlageprodukten befriedigen zu können. Auch die Konsumenten hatten durch die enormen Preissteigerungen der Immobilien scheinbar mehr zum ausgeben.

Man konnte also erkennen woher der Aufschwung am Aktienmarkt kam. Derzeit aber fällt die Gegenbewegung deutlich stärker aus. Man kann bisher auch noch nicht von einer Zwischenerholung sprechen, da noch nciht fest steht ob es nochmal runter geht. Aber warum ist das so?

Diesmal sind die Zinsen noch niedriger. Und die Notenbanken und Regierungen haben weltweit massiv Liquidität in die Märkte gepumpt. Diese Liquidität sucht nun wieder nach renditestarker Anlage.

Selbst die schon seit Monaten schwelenden Krisen verschiedener Staatsfinanzen bringt die Märkte nicht von Ihrem Aufwärtstrend ab. Aber kann das so weiter gehen? Die Mischung aus massiver Liquidität und niedrigen Zinsen wird wohl noch ein Weilchen Bestand haben und deshalb sind weitere Kurszuwächse nicht auszuschließen. Aber die Staatsfinanzen müssen irgendwann in irgendeiner Art und Weise bereinigt werden und das wird die Märkte auf jeden Fall stark belasten. Wie lange diese Belastung dann dauern wird hängt dann wieder von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Vieles spricht dafür das wir den Tiefpunkt der Krise seit 2007 noch nicht gesehen haben. Aber das wäre ja nicht das Ende von allem – eher der Beginn einer neuen Ära.

Hello world!

18. April 2010

Hallo und Herzlich Willkommen zu meinem Index-Bilder Blog.

Was möchte ich hier zeigen?

Ganz einfach: Index-Bilder ;-)

Mal im Ernst: ich möchte hier keine Chartanalyse durchführen. Dafür bin ich eh nicht der Richtige. Aber ich möchte verschiedene Informationen, die aus der Entwicklung eines Index ablesbar sind graphisch wiedergeben und auch den einen oder anderen eigenen Gedanken dazu liefern.


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